1. Hilfsangebote

    Wenn Sie den Eindruck haben, das Glücksspiel wächst Ihnen über den Kopf, holen Sie sich Unterstützung. In der Schweiz stehen mehrere Anlaufstellen kostenlos zur Verfügung: Sucht Schweiz (sucht-info.ch), die Beratungsstellen der Kantone sowie das Spielsuchttelefon 0800 040 080 (rund um die Uhr, anonym, kostenlos). Für Angehörige gibt es eigene Angebote — Sie müssen den Weg nicht allein gehen.

    In Deutschland und Österreich existieren vergleichbare Angebote: BZgA-Telefon 0800 1 37 27 00 (Deutschland), Spielsuchthilfe und Anonyme Spieler (Österreich). Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wenden Sie sich an die Dargebotene Hand (Tel. 143) oder im Notfall an 112 beziehungsweise 144. Diese Dienste sind von Ihrer Beziehung zu einem Anbieter unabhängig und haben keine Auskunft zu Ihren Spielkonten.

  2. Limits und Werkzeuge

    Ivybet und andere lizenzierte Anbieter stellen Werkzeuge bereit, mit denen Sie Ihr Spielverhalten steuern: Einzahlungslimits pro Tag, Woche oder Monat, Verlustlimits, Einsatzlimits, Sitzungs-Timer, Pausen von 24 Stunden bis zu sechs Monaten und eine dauerhafte Selbstsperre. Die Selbstsperre gilt in der Schweiz anbieterübergreifend für alle konzessionierten Anbieter — eine wichtige Hürde für den Weg zurück zum kontrollierten Spielen.

    Richten Sie Limits ein, bevor die erste Einzahlung gebucht wird — im Nachhinein ist die Schwelle, sie zu ändern, immer höher. Reduzierungen greifen in der Regel sofort, Erhöhungen erst nach einer Wartefrist von 24 Stunden bis sieben Tagen. Das ist Absicht: So bleibt zwischen Impuls und Entscheidung genug Zeit.

    Zusätzlich hilfreich sind externe Werkzeuge: eine Haushaltsrechnung mit festem Unterhaltungsbudget, eine Blockiersoftware auf Handy und Rechner (z. B. GamBan oder Gamblock), ein zweites Konto, auf dem nur Ihr Unterhaltungsbudget liegt, sowie eine Vertrauensperson, die regelmässig nachfragt. Keines dieser Werkzeuge ersetzt eine Beratung — sie unterstützen Sie bei bereits getroffenen Entscheidungen.

  3. Anzeichen eines Problems

    Bei einem Grossteil der Spielerinnen und Spieler bleibt Glücksspiel Unterhaltung. Problematisch wird es, wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen: Sie spielen länger, als Sie sich vorgenommen haben; Sie setzen mehr Geld ein, als Sie entbehren können; Sie leihen sich Geld fürs Spiel; Verluste wollen Sie unbedingt zurückholen; Sie verheimlichen den Einsatz oder die Verluste vor Ihrem Umfeld; Gedanken ans Spielen beschäftigen Sie auch bei der Arbeit, in der Familie oder beim Einschlafen; Pausen fallen Ihnen schwer; nach einem Gewinn spielen Sie direkt weiter, bis er aufgebraucht ist.

    Treffen zwei oder mehr dieser Punkte zu, nehmen Sie das ernst — es geht nicht um Schuld, sondern um ein Warnsignal, dem sich wirksam begegnen lässt. Je früher Sie reagieren, desto einfacher ist der Weg zurück. Ein kurzer Selbsttest, den etwa Sucht Schweiz online anbietet, dauert nur wenige Minuten und liefert eine erste Einschätzung ohne Druck.

  4. Wo Sie Hilfe bekommen

    Der erste Schritt ist oft der schwerste — und zugleich der wichtigste. Sie können anonym anrufen, online chatten oder einen Termin bei einer Beratungsstelle vor Ort vereinbaren; alle Angebote in der Schweiz sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht. Reden allein löst noch kein Problem, aber es ordnet die Lage und zeigt die nächsten konkreten Schritte auf. Auch Hausärztinnen und Hausärzte sind für ein erstes Gespräch eine gute Anlaufstelle und können Sie an spezialisierte Stellen weiterleiten.

    Wenn Sie sich Sorgen um eine andere Person machen: Sprechen Sie das Thema offen, aber ohne Vorwürfe an. Vermeiden Sie ultimative Forderungen und bieten Sie konkrete Hilfe an — zum Beispiel beim Anruf bei einer Beratungsstelle oder bei der Verwaltung von Konten. Angehörige haben Anspruch auf eigene Beratung und sind oft wichtige Begleiter im Veränderungsprozess. Veränderung ist möglich; Rückschläge gehören dazu und sind kein Scheitern.